Frostiges Ende…

Das Jahr 2017 ist zwar schon voll im Gange, aber bevor ich mein neues Foto-Projekt starte, muss ich das alte mal endlich Abschließen. Im Dezember hätte ich eigentlich gerne was mit Schnee gemacht, nur leider war uns Frau Holle 2016 nicht so wohl gesonnen und hat mit den Flocken echt gespart. So blieb mir nichts anderes übrig als, der Jahreszeit entsprechend, was mit frostiges vor die Linse zu nehmen. Aber auch die richtig kalten Tage waren im Dezember eher spärlich gesät. Also hab ich mir jeden frostigen Tag meine „dicke“ um den Hals gehängt und bin losgezogen.

Hier meine kleine Ausbeute….

Nachbearbeitet wurden die Bilder wie immer in Adobe Lightroom. Auch in Lightroom hab ich mal wieder etwas mit diversen Presets rum gespielt. Am Ende des Tages bleibe ich meistens aber doch bei schwarz/weiß hängen. Für mich haben schwarz/weiß Bilder einfach was besonderes…


Fazit zum Fotojahr 2016: Es war anstrengend! Am Anfang dachte ich, ok es sind „nur“ 12 Einzelprojekte, das wird schon nicht so stressig wie mein 365er oder mein 52er. Aber die Tatsache, dass es 12 unterschiedliche Themen waren, machte das Gesamtprojekt sehr stressig. Zum einen die Themenauswahl und dann noch die Umsetzung. Klingt wie immer sehr einfach, ist es aber leider dann am Ende des Tages nicht. Dazu kam noch die neue Herausforderung im Beruf, die mich sehr viel Zeit und Energie gekostet hat. Alles unter einen Hut zu bringen war oft sehr schwierig aber zu guter letzt hab ich auch 2016 wieder jede Menge dazu gelernt. Das aller wichtigste dabei war: NICHT AUFGEBEN!

I’ve got the blues…

Im grauen und tristen Monat November gab es für mich keine sonderlich große Motivation mit der Kamera loszuziehen. Die neue Aufgabe im Job hat mich ganz schön gefordert und voll eingespannt. Dazu kommen noch die typischen November Tage: Es ist kalt, regnerisch, man ist schwermütig, es ist beinahe so, als ob sich ein feiner Schleier über die Seele gelegt hat, der alles in einem traurigen Licht erscheinen lässt. Auf Smalltalk mit den Kollegen oder ein Schwätzchen mit dem Kumpel keinen Bock. Lieber allein sein, den Gedanken nachhängen, all seine Problemchen mit sich selbst ausmachen. Für diesen Zustand habe ich einen kurzen Satz: …I’ve got the blues…

Meine November Bilder sind genau in dieser Stimmung entstanden…

…aber es war nicht alles nur melancholisch…

…das beste Spritzgebäck der Welt mit maximalem Zuckerguß 🙂 reißen jeden aus der noch so trübsten Stimmung…

Nicht mein Ding – Das Selbstporträt

Der Monat Oktober wird wohl definitiv nicht als Favorit in mein Fotojahr 2016 eingehen. Ich hab mich echt schwer getan und tue es noch. Gescheite Bilder aus dem Monat zu veröffentlichen fällt mir schwer.

Warum?

Na weil ich meine Komfortzone komplett verlassen musste. Ich habe lang überleget ob ich das Thema überhaupt mache. Aber am Ende hab ich den inneren Schweinehund überwunden und es einfach mal gemacht.

Das Selbstporträt, auch Selfie genannt, ist eigentlich keine Neuheit. Erfährt aber in der Generation Facebook und Instagram einen neuen Hype. Im Ursprung ging es beim Selbstporträt darum, die Stimmung des Künstlers einzufangen. In der heutigen Zeit geht es aber eher um die Selbstdarstellung in den verschiedensten sozialen Netzwerken.

Für mich ging es bei diesem Projekt vor allem darum meine Komfortzone zu verlassen und was neues auszuprobieren. Da ich nicht so gerne fotogrfiert werde, war das Selfie eine echte Herausforderung für mich. Ich hatte mir vorgenommen einfach mal spontan egal wo und wann ein paar Aufnahmen von mir zu machen.

Was ich aber ehrlicherweise zugeben muss, bin ich am Selfie im eigentlichen Sinne des Selbstporträts gescheitert.

Mir war meist wohler dabei, wenn jemand anderes noch an meiner Seite war. In den meisten Fällen meine bessere Hälfte. Danke Püppi.

Die Aufnahmen, die auf dem Rad entstanden sind, fielen mir dahingehend schon etwas leichter. Bei den sogenannten Cycle Shots ging es zum größten Teil darum, die Stimmung und Emotionen einzufangen.

Fazit: Selfies sind definitiv nicht mein Ding! Das Positive was ich aus dem Projekt mitnehme ist, dass mir das verlassen meiner Komfortzone in Zukunft einfacher fallen wird. Ich hab mir vorgenommen, in Zukunft mehr Projekte zu machen wo ich aus meiner Komfortzone heraus muss…

Cycle Shots – Bilder vom und auf dem Rad

Die meisten meiner Freunde und Bekannten kennen meine erste große Leidenschaft, das Radfahren. Ob Rennrad oder Mountainbike ist mir dabei eigentlich relativ egal. Nun ja , nicht so ganz….das Rennradfahren liegt mir aufgrund meiner Zeit als Amateurrennfahrer schon etwas mehr am Herzen. So oft es geht versuche ich ein bisschen Zeit auf dem Rad zu verbringen. Mein diesjähriges Ziel, den Ötztaler Radmarathon, musst ich aufgrund einer beruflichen Entscheidung im April zwar begraben, habe aber trotzdem ein paar schöne Stunden auf meinen Rädern verbringen können.

Inspiriert durch mein letztes Projekt, wo ich im Urlaub versucht habe nur Bilder mit der GoPro zu machen, hab ich mir für den Monat September vorgenommen, nur Bilder zu veröffentlichen, die ich auf, vom oder mit dem Rad geschossen habe. Dabei war mir egal, ob MTB oder Rennrad. Aufgrund des guten Wetters sind dabei aber mehr Bilder auf der Straße als im Wald entstanden. Als Kameras kamen meine GoPro Hero4 und mein iPhone 6s zum Einsatz.

Hier die Galerie mit meiner Auswahl….

Die Herausforderung – Bilder mit der GoPro

Im Monat August standen zwei Wochen Urlaub auf dem Programm. Endlich mal Zeit zum entspannen und runterzukommen. Eine konkrete Idee für mein Projekt hatte ich für den Monat August eigentlich nicht aber bei Ankunft im Urlaubsdomizil kam dann die Eingebung. Einen Monat nur Bilder mit der GoPro. Klingt wiedermal sehr einfach, aber ohne Sucher und den klassischen Einstellmöglichkeiten gar nicht mal so leicht.

Als Einstieg hab ich mal mit Landschaftsaufnahmen experimentiert, mal so zum testen…

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Die meisten Aufnahmen entstanden natürlich unter Wasser und am Pool. Meine Mädels waren hier natürlich wieder sehr willkommene Modelle.

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Ein paar Selfies dürfen natürlich auch nicht fehlen…

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Processed with VSCO with a8 preset

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…und schließlich die obligatorische Aufnahme auf dem Rad, die darf natürlich auch nicht fehlen, denn dafür hab ich mir die GoPro ja schließlich zugelegt…

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Fazit: Die Kamera ist der Hammer. Macht super viel Spaß mit ihr zu arbeiten. Aber zum fotografieren eher nur eine Notlösung. Ich werde sie wohl eher auf dem Straßenrad oder MTB für Videoaufnahmen einsetzen.

Analoger Monat – zurück zum Film

Der siebte Monat ist rum. Leider muss ich diesen Artikel erstmal ohne wirklich fotografierte Bilder veröffentlichen, da die Entwicklung der Bilder, wie der Titel es sagt, noch etwas auf sich warten lässt. Im Juli habe ich mich nämlich komplett der analogen Fotografie hingegeben. Dazu hab ich meine alte Voigtländer mit neuen Filmen bestückt und sie dann bei der ein oder anderen Gelegenheit mitgenommen.
Zum Einstieg erst einmal ein paar Fakten zum Erbstück, der Voigtländer Vitoret LR. Die Voigtlander Vitoret LR ist eine 35mm Messsucherkamera, hergestellt von der Voigtländer & Sohn AG, Braunschweig. Die Vitoret Serie war eine für damalige Verhältnisse, günstige alternative zu einer Leica und wurde zwischen 1967-71 produziert. Die Vitoret Serie konnte, aufgrund der verwendeten Linsen und ihres einfacheren Designs im Inneren, kostengünstig hergestellt werden.
Technische Spezifikationen
  • Linse: Voigtländer Color-Lanthar 50mm f/2.8, 3 Elemente, beschichtet, Filter: 32mm Aufsteckbar
  • Blende: f/2.8-f/22, keine Raststops
  • Focus: 1-20m +unendlich
  • Verschluss: Prontor 300 LK mit vier Verschlusszeiten: 1/30-60-125-1/300 +B
  • Belichtungsmessung: Verbund aus einer lichtempfindlichen Selenium Zelle und Nadelanzeige, wobei für eine korrekte Belichtugn das rote Dreieck mit der schwarzen Nadel übereinstimmen sollte
  • Verwendbare Filme: 25-1600 ASA (15-33 DIN), Einstellung über den Ring am Objektiv
  • Blitzschuh: auf der Kamera, synchro. X, M, alle Geschwindugkeiten
  • Body: Metall, Gewicht 676 g

 

Das einlegen des ersten schwarz/weiß Filmes, einen Agfa APX 100, hat mich zurück in meine Kindheit versetzt, als ich meinem Opa oder meinem Vater schon dabei zugesehen habe, wie sie die Kamera für die diversen Ausflüge präpariert hatten.

Auch nach längerer Zeit im Schrank gab es beim Einlegen keine Probleme. Die ersten Fotos schoß ich rund ums Haus und auf Spaziergängen rund um Büttinghausen. Da ich die Woche über immer viel unterwegs bin, durfte die Kamera natürlich nicht fehlen. Das schöne an der Kamera ist, sie ist immer einsatzbereit, kein checken der Akkus oder der Speicherkarte. Wenn ein Film drin ist, einfach spannen, Motiv suchen, Bild komponieren und abdrücken. Das ein oder andere Foto wurde dann rund um Heilbronn bzw. Ingolstadt geschossen. Die letzten Bilder des ersten Films wollte ich dann wieder in der Heimat schießen, da tauchte dann plötzlich ein Problem beim Filmtransport auf. Davon unbeirrt hab ich die letzten drei Fotos gemacht und wollte dann zurück spulen, dann wieder das haken beim einrollen des Films. Mit einigem ruckeln und zucken hab ich den Film letztlich dann doch wieder zurück in die Rolle gespult bekommen. Gut angefühlt hat sich das aber nicht und so hab ich den ersten schwarz weiß Film mit einigen Bauchschmerzen zur Entwicklung gegeben. Da das Entwickeln eines Films leider heutzutage nicht mehr so alltäglich ist wie früher, als jeder Fotoladen sich da noch mit auskannte, warte ich nun schon fast 12 Tage auf meine Bilder. Kann natürlich sein, das beim Rücktransport was schief gelaufen ist und der Film beschädigt wurde. Das will ich natürlich nicht hoffen, wäre nämlich echt schade um die Bilder.
Der nächste Film war dann ein Buntfilm, ebenfalls von Agfa aber mit ASA 400. Also auch für etwas schlechtere Lichtverhältnisse geschaffen. Dieses mal wollte ich es besser machen, also nahm ich mich beim einlegen des Films ganz besonders in acht. Auf unserem Ausflug zum Panabora in Walbröl hab ich den Buntfilm dann komplett verschossen, weil es dort unglaublich viele Motive gab die es wert waren abgelichtet zu werden.

Das zurückspulen des Films lief dieses mal Einwand frei und ohne Probleme. Bin mal gespannt, ob die Bilder annähernd das zeigen, was ich ausdrücken wollte. Auch auf diese Bilder warte ich nun schon gut 8 Tage. Aber mit einem deutlich besseren Gefühl.
Für die letzten Aufnahmen im Juli kam dann wieder ein Agfa APX 100 zum Einsatz. Die meisten Aufnahmen hab ich wieder zu Hause oder in Ingolstadt gemacht. Die letzten dann im Urlaub am Gardasee. Ich hoffe das diese Bilder dann nach dem Urlaub ebenfalls sauber entwickelt werden können.
Mein Fazit:
Analoge Fotografie entschleunigt! Viele, die sich der digitalen Fotografie verschrieben haben verwenden ihre Kameras wie Maschinenpistolen, um sich später inmitten von ihrem digitalen Schrott das beste Bild heraussuchen zu können. Ich bin der Meinung, dass die Arbeit mit Film eine Form der Disziplin und die Beobachtungsgabe beim Fotografen fördert. Das hohe Maß an Sorgfalt halte ich für extrem wichtig und wertvoll. Ich bin fest davon überzeugt, dass ganz gleich, auf welche Form der Fotografie man sich spezialisiert, es besser ist gleich mit einem hohen Maß an Disziplin und sorgfältiger Arbeit zu beginnen. Mit Film muss man genau hinschauen, ob das Hauptmotiv mit den weiteren Elementen der Bildkomposition zusammenpasst. Man muss drauf achten, dass das Licht günstig steht und man muss sorgfältiger nach möglichen Bildstörungen Ausschau halten. Das entstehende Bild kann im Nachhinein nicht mal eben schnell betrachten und gegebenenfalls wieder gelöscht werden. Einmal auf Film belichtet, ist es für immer festgehalten.

Der Hipstamatic Monat

Das halbe Jahr ist rum und die Idee, 12 Projekte im Jahr durch zu ziehen, gestaltet sich jedoch schwieriger als gedacht. Stur nach der Liste vorgehen war schon im zweiten Monat nicht mehr mein Ding. Also ging’s einfach quer durch den Garten. Der Gedanke klingt auf den ersten Blick ziemlich einfach und stressfrei. Doch den richtigen drive zu fotografieren finde ich irgendwie nicht.  Einmal für ein Projekt entschieden, heißt aber Augen zu und durch. Das größte Problem 2016 ist die liebe Zeit. Durch die neue berufliche Herausforderung und die damit verbundenen neuen Aufgaben rauben unter der Woche dermaßen Zeit, dass das fotografieren am Wochenende schon fast in Stress ausartet. Genau das wollte ich dieses Jahr ja eigentlich vermeiden.

Im Juni hab ich’s mir mal sehr leicht gemacht um wieder neue Motivation zu schöpfen. Ich hab mich einfach nur auf eine Foto-App konzentriert und alle Aufnahmen mit dem iPhone und der Foto-App Hipstamatic gemacht. Die ersten Fotos waren eher so olala, da die App seit dem letzten benutzen komplett neu überarbeitet wurde. Nach kurzer Orientierungsphase ging’s dann aber wieder. Die Pinhole Linse hat es mir bei der Neuentdeckung definitiv angetan.

Hier mal eine Auswahl der für mich besten Bilder:

So, der nächste Monat und somit das näachste Projekt läuft schon. Bin mal gespannt ob und wie viel Zeit mir diesen Monat bleibt…

Meine Girls

Mit dem Post für mein 5tes Projekt bin ich zwar was spät dran, aber besser spät als nie. Leider ließen mir meine beruflichen Herausforderungen im Monat Mai nur wenig Zeit mit der Kamera los zu ziehen. Mitte des Monats gab’s dann aber einen Samstag, wo das Licht und die Wolken einfach super waren. Also kurz meine beiden girls für ein Porträt shooting motiviert und dann los….

…schön das die zwei immer gerne für ein Fotoshooting zur Verfügung stehen.

Panorama View

Der April ist quasi an mir vorbei geflogen. Wenn ich ganz ehrlich bin hatte ich zwischendurch ein echtes Motivationsproblem in Sachen Fotografie. Am Anfang des Monats hab ich mir meine Projektliste mal angeschaut und konnte mich nicht richtig für ein Projekt entscheiden. Also hab ich das Los entscheiden lassen. Das Los fiel auf die Panoramafotografie mit dem iPhone.

Seit iOS 5 gibt es nun schon diese Funktion im iPhone und seit dem hab ich viel ausprobiert und rum experimentiert. Diesen Monat dann mal etwas intensiver. So richtig glücklich bin ich aber nicht mit den Ergebnissen. Kann am Motivationsproblem oder an der Funktion im iPhone liegen. Auf dem kleinen Bildschirm sehen die Aufnahmen ganz ok aus aber auf einem großen Monitor wirken sie leider nicht so richtig. Zum Vergleich hab ich mal die für mich besten Panoramaaufnahmen aus dem letzten Monat und ältere Aufnahmen zusammen in drei Galerien dargestellt.

Ein paar Aufnahmen von der ein oder anderen Radtour…

Aufnahmen von Malle…

Ältere Aufnahmen….

Ich hoffe das meine Foto-Motivation diesen Monat wieder kommt und mir ein paar schöne Motive beschert…..

Auf Reisen

Der dritte Monat im Jahr 2016 ist rum und somit ist auch mein drittes Projekt zu Ende. Diesen Monat hab ich mal bewußt nur Fotos geschossen, wenn ich unterwegs war. Auffallend ist, das man heut zu Tage für seine Reisen unheimlich viel Wartezeit mit einplanen muss. Egal zu welcher Uhrzeit und egal ob auf der Straße oder in der Luft, viel Geduld ist gefragt. Freie fahrt für freie Bürger ist schon lang vorbei. Mal stehst du im Stau oder auf dem Rollfeld. Oberstes Gebot, Geduld…

Mein Glück, das ich diesen Monat keine Bahnreise auf dem Programm hatte, denn die Kollege haben die Verzögerungen nahezu perfektioniert. Aber nun genug der Worte, ich lass mal Bilder sprechen.

Impressionen von der Straße…

Impressionen vom Flughafen…

Über den Wolken…

In der Stadt…

Im Hotel…

Für das nächste Projekt schwanke ich noch ein bisschen zwischen zwei, drei Themen. Mal sehen wohin mich meine Gedanken am Wochenende treiben…