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Drei-Länder-Giro 2019

Nach der absoluten Wetter Katastrophe in 2017 und dem Verzicht, aus beruflichen Gründen, in 2018 wollte ich dieses Jahr doch nochmal wissen und beim Dreiländergiro (3LG) an den Start gehen. Im Hebst 2018 hab ich mich dann kurzerhand angemeldet und stand nun am 30.06.2019 im 2ten Startblock am Start.

Als um 6:30 Uhr der Startschuss durch Nauders hallte, befanden sich auch in diesem Jahr wieder einige Team-Mitglieder des Zweirad-Klein Teams, im gut 3.000-köpfigen Starterfeld. Jeder von uns hatte die Strecke Engadin mit 3.300 Höhenmeter und 168 km gewählt. Der Wetterbericht sagte Sonne pur vorher, für mich nicht wirklich ideale Bedingungen. 

Die ersten knapp 40 km über den Reschenpass, vorbei am Reschensee bis ins italienische Prad waren zügig bewältigt und ich fand mich schnell in der ersten Startgruppe wieder. Dort traf ich Claus mit dem ich dann gemeinsam in die erste richtig große Herausforderung ging: Das Stilfser Joch mit 1.844 Höhenmetern, die zweithöchste Passstraße der Alpen mit der bekannten 48-Kehren-Auffahrt. Im unteren Teil fanden wir eine harmonische Gruppe, mit der ich bis zum letzten drittel gut mitfahren konnte. Dann hab ich etwas raus genommen um auch für den Rest gewappnet zu sein. Claus fuhr sein Tempo weiter und machte schnell Boden gut. Das letzte drittel bewältigte ich dann eher verhalten aber mit einem beeindruckendem Panorama bei Sonne pur. 

Kaum über die Kuppe folgten ca.16 km Abfahrt über den Umbrailpass in die Schweiz. Leider stürzte auf den ersten Kilometern direkt vor mir ein Fahrer, der aber zum Glück ohne größere Schäden davon kam.

Der Unfall beschäftigte mich aber dann doch noch den restlichen Weg nach unten, sodass keine Topzeit in der Abfahrt dabei heraus sprang. Am Ende des Passes teilte sich die Strecke auf, in die Runde durchs Vinschgau zurück nach Nauders und die Engadin Runde. Für mich ging es auf der Engadin Runde nun unmittelbar in den Ofenpass, der in diesem Jahr seinem Namen alle Ehre machte. Schon im ersten Teilstück gingen mir, bei 38°C, die Lichter aus. Es war so, als ob mir jemand den Stecker gezogen hätte. Kein Schatten nur brüllende Hitze. Nichts ging mehr, die angestrebten Wattzahlen waren einfach nicht mehr drin. Ich trank und verpflegte mich aber leider kamen die Kräfte nicht zurück. Auch bei der Fahrt durchs Engadin forderte die Hitze mir einiges ab, es war eine regelrechte „Hitzeschlacht“. An der letzten Verpflegungsstelle bei Martina füllte ich nochmal meine Flaschen auf und machte mich dann auf in Richtung Nauders. Die letzten 6 km, der Schlussanstieg Norbertshöhe, standen auf dem Programm. Meine angestrebte Zeit lag noch im Bereich des möglichen, also legte ich nochmal alles rein und zählte die Kilometer nur noch runter. 

Kurz vor meinem vorgegebenem Zeitlimit von 6:30h fuhr ich über die Ziellinie. Die offizielle Zieldurchfahrt wird mit 06:27:57 notiert und ich resümierte für mich erschöpft aber zufrieden „TOP Veranstaltung“ aber unter den Wetterbedingungen muss ich sagen „da war ich auch schon mal besser“.  Am Ende bin ich zufrieden mit mir und meiner Leistung und das ist die Hauptsache.Jetzt kann ich sagen: „ Ich die kurze Strecke im strömenden Regen und die lange bei gleisendem Sonnenschein hinter mich gebracht “. Bin mal gespannt was das nächste Jahr so mit sich bringt. Die Veranstaltung ist für mich ein echter Klassiker und ich werde mich auch für 2020 anmelden, das steht mal fest!

Vielen Dank an die Fotografen von sportograf.com

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