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Saisonauftakt – Mein erstes Brevet

Brothers on Tour…

Ende 2018, während der Saisonplanung für das Jahr 2019, bin ich durch meinen Bruder auf einen Link der AUDAX Suisse und die dort angebotenen „Brevets“ aufmerksam gemacht worden.  Unser Plan war, 2019 mal ein paar Events gemeinsam zu bestreiten.  Zunächst las ich die Beschreibung der einzelnen Brevets: 200km, 300km, 400km, 600km und 1000km etwas skeptisch. Aber ein paar Tage später besuchte ich die Seite nochmals und recherchierte etwas genauer. Dabei stellte sich das BRM200+ Brevet als gute Vorbereitung für uns heraus und wir meldeten uns an.

…prepared…

Bre-Was? – Eine kurze Erläuterung
Ein Brevet (französisch für Prüfung) ist eine Langstreckenfahrt, bei der eine bestimmte Strecke in einer vorgegebenen Zeit und aus eigener Kraft zu absolvieren. Oder einfachund simpel ausgedrückt, man setzt sich aufs Rad, folgt der Strecke und hofft ohne Zwischenfall und im Rahmen der vorgegeben Zeit von Kontrollstelle zu Kontrollstelle zu kommen.

Mein erstes Brevet – Muss man mal gemacht haben
Am 6. April war es dann soweit. Die Jungs und Mädels der Audax Suisse veranstalteten ihr erstes Brevet für das Jahr 2019. Gegen 6 Uhr morgens machten wir uns auf den Weg zur Ortsansässigen Bäckerei um uns für den Event zu stärken. Eine etwas außergewöhnliche Variante für ein Frühstück aber da unser Hotel nicht vor 7 das Frühstück servieren konnte war das die einzige Möglichkeit was in den Magen zu kriegen.

…breakfast club…

Gut gestärkt ging es dann in Richtung Buch zum Start. Die Temperatur lag bei frischen -2 Grad aber die aufgehende Sonne machte die gut 12km zu einem einmaligen Erlebnis und stimmte uns sehr zuversichtlich.

…aufi geht‘s…
…into the sun…

Ausgestattet mit meiner Teilnehmerkarte und dem Streckenplan und einem 100% geladenem Garmin EDGE 1030, fiel morgens um 8 Uhr der Startschuss. Bei kühlen 0°C starten die gut 150 Teilnehmer in Buch (Schweiz) auf die 230km (inkl. Pfänder-Pass) Runde rund um den Bodensee. 

…kurz vor dem Start…
…Augen zu und durch 😂…

Die Strecke führte uns von Buch in der Schweiz nach Radolfzell und dann auf der deutschen Seiten am Bodensee entlang bis kurz vor Bregenz. Nach überqueren der Grenze zu Österreich in Lochau kletterten wir dann den Pfänder-Pass rauf. Nach einer schönen Abfahrt fuhren wir dann auf der Schweizer Seite des Bodensees wieder zurück zum Startort Buch.

Kontrollpunkte waren die Pfahlbauten am UNESCO Weltkulturerbe, der Pfänderpass und das Schloss Wartensee.

…Pfahlbauten…
…kurze Pause…
…oben am Pfänder lag noch Schnee…
…Verpflegungsstation…
…Kontrolle am Schloss Wartensee…

Unsere Frauen die zum Glück mitgereist waren verpflegten uns oben am Pfänder und gaben uns nochmal eine extra portion Motivation für die letzten gut 100km.
Bei absolut phantastischem Wetter hatte dieses Brevet mehr was von einer familienfreundlichen Fahrradtour oder Gourmet Biken als von einer „Prüfung“. Ja, anstrengend war es schon 230km so früh im Jahr zu fahren aber bei solchen Bedingungen blendet man den Schmerz gerne aus. Das Zeitlimit für die 230km Runde betrug 13,5 Stunden, welches wir aber zu Glück nicht ausschöpfen mussten. Ohne Panne und Zwischenfälle kamen wir glücklich und zufrieden nach 8 Stunden Fahrtzeit wieder in Buch an.

…Prost…
…das haben wir uns verdient!

Beschreibung von AUDAX Suisse
Wer auf der Suche nach autofreien Strassen, einem beruhigenden See, Natur, Kultur, Tradition und Ruhe ist, wird dieses Einsteigerbrevet gestärkt beenden. Der Bodensee wirkt wie ein riesiges Klimakraftwerk, was zu relativ milden Wintern führt und wir im Frühling eigentlich schon sehr gutes Velowetter vorfinden sollten. Die optionale Schlaufe über den Pfänder (1’012 m) mit 228 Kilometern und 1’702 Höhenmetern hat sich bewährt und wird zusätzlich angeboten. Zitat aus <https://www.audax-suisse.ch/brevets/brm-200/>

…die Runde…

Mein Fazit
Fantastisch, es hätte nicht besser rollen können, das Wetter und die Runde um den Bodensee waren perfekt. Klar, meine Zeit von acht Stunden hätte sicher besser sein können, aber das ist Jammern auf hohem Niveau. Am Ende zählt das Ankommen und Durchhalten! Und da es sich um mein erstes Brevet handelt, bin ich wirklich sehr zufrieden. Für mich als passionierten Rennfahrer, war das Brevet definitiv eine ganz neue und fantastische Erfahrung, welche ich nicht missen möchte.Zum Leidwesen meiner Familie hat mich dieses Brevet angefixt, weshalb auch das nächste Brevet mit 300km bald kommen wird.

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